Locked down: Konflikt und Corona

No way out: Zwischen Homeoffice und Ausgangsbeschränkung

Unser Aktionsradius wird stark eingeschränkt. Wir kommen nicht mehr so viel außer Haus. Wir rücken näher zusammen und das erzeugt mehr Reibung. Wir sind genervt, belastet, ermüdet und angestrengt. Wir sehen uns nach Freiraum, Abwechslung und neuen Impulsen von außen. All das kann dazu führen, dass unsere Stimmung schlechter wird, wir gereizter reagieren und vielleicht auch unseren Unmut an denen auslassen, die uns am nächsten sind. Es ist also nur zu verständlich, wenn es zu Hause vermehrt zu Konflikten kommt.

Was sollten wir beachten?

Nummer eins: Reden Sie miteinander. Sprechen Sie die Situation offen an. Am besten bevor die Spannungen so stark werden, dass sie sich entladen. Aber auch wenn es passiert ist, suchen Sie das Gespräch, ziehen Sie sich nicht zurück, sondern reden Sie über das, was Sie stört. Lesen Sie dazu vielleicht noch einmal meinen Blogbeitrag zum Führen schwieriger Gespräche.

Teilen Sie ihre knappen Ressourcen ein und verteilen Sie sie gerecht. Knapp kann der Platz sein: Wer darf wann an den Küchentisch? Aber es kann auch um andere Ressourcen gehen: Wie lange darf jeder den Computer oder das Tablet nutzen? Wie kommen wir zu einer Einigung darüber, was uns am Abend gemeinsam im Fernsehen ansehen wollen. Wie lassen sich gemeinsame Zeiten und private Zeiten klar trennen? Für jeden? Wir kann Privatsphäre für jeder einzelnen geschaffen werden?

Sprechen Sie darüber. Fangen Sie mir den Themen an, die jedem einzelnen von Ihnen am wichtigsten sind. Möglicherweise ändern sich diese Themen im Laufe der Zeit. Beobachten Sie sich und die Ihren. Dann sprechen Sie erneut darüber.

Durchatmen!

Wenn Sie wütend werden oder sich aufregen, atmen Sie erst einmal durch und machen Sie sich klar, dass sie jetzt wütend sind. Und fragen Sie sich, ob es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um ein Problem anzusprechen? Vielleicht nehmen Sie sich vor, Probleme nur dann anzusprechen, wenn Sie nicht mehr auf 180 sind und nachdem Sie selbst etwas tiefer über das Problem nachgedacht haben. Vielleicht haben Sie dann sogar schon einen Lösungsvorschlag, der auch die Interessen der anderen berücksichtigt.

Vermutlich ist allen daran gelegen, dass der Haussegen nicht permanent schief hängt. Die Stimmung zu Hause wird von allen gemeinsam hergestellt. Damit sind auch alle für ihre Qualität verantwortlich. Vielleicht vereinbaren Sie also, dass sie in dieser besonderen Zeit alle gemeinsam versuchen wollen, besonders freundlich miteinander umzugehen? Dass Sie alle versuchen, rücksichtsvoll und tolerant miteinander umzugehen und dass sie im Gespräch bleiben wollen.

Zusammen leben!

Unternehmen Sie etwas gemeinsam. Spielen Sie, Lesen Sie vor, Seien Sie kreativ und malen, basteln, musizieren Sie. Stellen Sie gemeinsam etwas her. Machen Sie Pläne, was Sie alles gemeinsam unternehmen wollen, wenn der Lock down wieder vorbei ist. Vor allem: Spechen Sie miteinander.

Seien Sie alle gut behütet und streiten Sie nicht mehr als nötig, und wenn, dann aber richtig!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.