Mediation – kurz erklärt

Von der Konfrontation zum Konsens

In einer Mediation erarbeiten ursprünglich zerstrittene Parteien, angeleitet von einem Experten, gemeinsam eine Lösung für ihren Konflikt. Das klingt unwahrscheinlich, funktioniert aber tatsächlich!

Die Zusammenarbeit der Parteien wird ermöglicht durch ein strukturiertes Mediationsverfahren. Zuerst erhält dabei jede Partei Gelegenheit ihre Sichtweise darzustellen. Der Mediator hakt sehr genau nach, denn er will nicht nur die Positionen und Forderungen der Parteien kennenlernen. Diese "Positionen" sind oft nur vorgeschoben. Worum es dem Mediator eigentlich geht, sind die Beweggründe und Motive, die dahinter stecken. Diese offenbaren wir manchmal nicht gern. Sei es aus prozesstaktischen Gründen oder weil wir der irrigen Meinung sind, Themen wie Wertschätzung und Respekt, Enttäuschung und Vertrauen wären in geschäftlichen Verhandlungen unpassend.

Die Erkundung dieser Hintergründe ist es aber, die es den Parteien ermöglicht, Verständnis für die Haltung der jeweils anderen Seite zu entwickeln.

Vom Perspektivenwechsel zur Lösung

Dieser Perspektivenwechsel ist Kernstück der Mediation. Ihn zu erreichen erfordert den sicheren Rahmen einer professionellen Begleitung. Ist er geschafft, können die Parteien für ihr Problem Lösungsoptionen erarbeiten, die möglichst beiden Seiten gerecht werden. In den folgenden Gesprächen geht es dann darum zu prüfen, welche dieser Optionen zu sinnvollen Lösungen führen. Die Mediation findet ihren Abschluss in einer gemeinsamen Vereinbarung. Darin legen die Parteien genau fest, welche Schritte folgen und wie der Konflikt beigelegt wird.

Was also braucht man für eine erfolgreiche Mediation?

Für eine erfolgreiche Mediation benötigt man ein gewisses Minimum an Einigungswillen auf beiden Seiten. Außerdem einen kompetenten Mediator, der die Parteien durch das Verfahren führt und begleitet. Mehr nicht.

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